Florian Storp, Vice President Central Europe von American Express Global Business Travel

Infrastruktur als Problem

Die Reisebranche kämpft gegenwärtig mit ihrer Infrastruktur. Florian Storp betrachtet es mit Sorge.

Vorige Woche war der Luftverkehr in Deutschland, insbesondere um den Frankfurter Flughafen herum, spürbar eingeschränkt: Die Deutsche Flugsicherung hatte mit einem Softwareproblem im elektronischen Kontrollstreifensystem der Zentrale in Langen zu kämpfen und daher ihre Kapazitäten um ein Viertel reduziert. Die DFS löste das Problem durch „ein bewährtes Vorgänger-Release der Software“, teilte sie mit. Es wurde also der alte Kram aus der Kiste geholt.

Das war ärgerlich, aber die DFS hat das verantwortungsbewusst gemanagt. Deutlich ärgerlicher wird es, wenn ein großer Anbieter von Verkehrsinfrastruktur notwendige Investitionen vor sich herschiebt. „Der Sanierungsstau bei der Bahn wächst auf 57 Milliarden Euro“, schrieb das „Handelsblatt“ im März. „Die DB fährt an der Kapazitätsgrenze, die Anschaffung neuer Züge sowie der Neu- und Ausbau der maroden Infrastruktur brauchen mehr Zeit“, schob „Der Tagesspiegel“ hinterher. 2018 sei jeder vierte Fernverkehrszug zu spät gewesen, die Pünktlichkeitsquote soll 2019 steigen – ein bisschen. 800 Baustellen sind angekündigt. Und die Auslieferung neuer Züge verzögert sich wegen defekter Schweißnähte.

Ein weiteres Jahr voller Unpünktlichkeit

2019 verspricht also ein weiteres unpünktliches Bahn-Jahr zu werden, womöglich mit den schon klassischen Klimaanlagen-Problemen. Das wird aber gar nichts sein im Vergleich dazu, was im Flugverkehr bevorsteht. Der Chaos-Sommer 2018 ließ sich wesentlich auf die Pleite von Air Berlin zurückführen. Doch für 2019 sieht es ebenfalls mau aus: „Erneute Verspätungen und Flugausfälle sind auch in der kommenden Reisesaison keineswegs ausgeschlossen“, schrieb die Deutsche Presse-Agentur Ende März. Vier Prozent mehr Flugbewegungen, Personalknappheit bei der Deutschen Flugsicherung und Kapazitätsprobleme in den Sicherheitssschleusen der Flughäfen werden ihren Teil dazu beitragen.

All das ist zwar sehr ärgerlich, aber immerhin wird dadurch vermutlich niemand zu Schaden an Leib und Leben kommen. Die Software-Probleme bei Boeing dagegen, die zu zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten geführt haben, überschreiten jede Grenze. Nicht nur, dass das Problem im System lag. Auch das weltweite Grounding des Flugzeugtyps ist ohne Beispiel in der Luftfahrt, die wirtschaftlichen Folgen lassen sich kaum absehen. Und auf die Flugpläne wird sich der Fall Boeing auch noch auswirken.

Eines Industrielandes nicht würdig

Geschäftsreiseanbieter wie GBT betreiben einen großen Aufwand, um ihre Kunden rundum zu betreuen, Prozesse und Kosten zu optimieren und die Erfüllung von Sorgfaltspflichten zu erleichtern. Es ist sehr schade, wenn der Nutzen unserer Arbeit, überspitzt gesagt, dann endet, wenn ein Reisender einen Bahnhof oder einen Flughafen betritt. Wenn wir ihn also in die Unsicherheit verspäteter Züge, überfüllter Security-Schleusen und ausgefallener Flüge entlassen müssen. (Und nicht betriebsbereiter Flughäfen.)

Die Reisebranche hat ein Infrastruktur-Problem, das eines hochentwickelten Industrielands nicht würdig ist.

Zehn wirklich gute Gründe für Amex GBT Mobile

Manchmal können Geschäftsreisen ganz schön schwierig sein. American Express Global Business Travel setzt alles daran, es Geschäftsreisenden einfacher zu machen – zum Beispiel durch die Optimierung der Tools und Technologien. Dazu gehört die App Amex GBT Mobile mit einer Reihe von Neuerungen. Hier sind zehn wirklich gute Gründe, warum Geschäftsreisende sie in ihr Herz schließen werden. //

1. Anmelden per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung

Gerade auf Reisen kann es ein Spagat sein, sich in einer App anzumelden, während man gleichzeitig das Gepäck trägt. Aus diesem Grund funktioniert der Anmeldeprozess für Amex GBT Mobile besonders einfach: Die Nutzer loggen sich mit ihrem Fingerabdruck oder per Gesichtserkennung auf dafür geeigneten iOS- und Android-Geräten ein. Das gilt auf Wunsch 30 Tage lang, sodass die Nutzer sich lediglich einmal im Monat anmelden müssen.

2. Komplette Reisebuchungen mit KDS Neo

Wer seine Geschäftsreisen über KDS Neo bucht, kann das auch innerhalb von Amex GBT Mobile tun. Das funktioniert über die Schaltfläche „Book Your Own Travel“ im Reiter „Booking“. Mit wenigen Klicks lassen sich Flüge, Hotelzimmer und Mietwagen reservieren. Sobald Neo die Buchung abgeschlossen hat, wird der vollständige Reiseplan automatisch an die Sektion „Trips“ in Amex GBT Mobile übermittelt.

3. Oder über den Messenger buchen

Buchungen sind auch für Kunden möglich, die KDS Neo nicht nutzen, nämlich über das Messenger-System. Es verbindet die Nutzer direkt mit einem Reiseberater, der lediglich die Reisedaten und das Reiseziel braucht, um einen Reiseplan zusammenzustellen und vorzuschlagen.

4. Hotelbuchung via Booking.com

Reisende können Angebote des beliebten Aggregators und Metasearch-Anbieters direkt von Amex GBT Mobile aus buchen (Registerkarte „Booking“). Sobald die Booking.com-Reservierungen abgeschlossen sind, werden alle Details unter „Trips“ gespeichert.

5. Hotelbuchung mit dem Trip Recommender

Wer bei der Buchung eines Fluges versäumt hat, die Unterkunft dazuzubuchen, erhält Unterstützung durch das GBT-Tool Trip Recommender. Es liefert individuelle Buchungsvorschläge, die auf den Präferenzen des Reisenden, den Reiserichtlinien des Unternehmens und vorherigen Reisen basieren. Die handverlesenen Hotels lassen sich einfach prüfen und das gewählte Haus mit einem einzigen Tastendruck buchen.

6. Alle Reisedetails immer dabei

Mit Amex GBT Mobile ist es nicht mehr nötig, im Papierkorb des Mobiltelefons nach möglicherweise gelöschten Hotelbestätigungs-E-Mails zu suchen. Denn alle wichtigen Reiseinformationen werden sofort an einem einfach zu findenden Ort gespeichert: der Registerkarte „Trips“. Ob es darum geht, das Gate nachzuschlagen oder die Adresse des Hotels – die Informationen können in wenigen Sekunden gefunden werden.

7. Einfacher Flug-Check-in

Auch dafür brauchen keine verlorenen E-Mail-Nachrichten gesucht zu werden. Im Bereich „Trips“ von Amex GBT Mobile können Reisende bis zu 24 Stunden vor Abflug einchecken. Und das Beste: Die App trägt die von den Airlines vorgeschriebenen Kontakt- und Reisedaten automatisch ein.

8. Flugänderungen kommen automatisch

Mit Amex GBT Mobile gehört es der Vergangenheit an, Abflugtafeln im Auge behalten zu müssen oder auf eine Textnachricht der Fluggesellschaft zu warten, um zu erfahren, dass der Flug verspätet startet. Oder gar nicht. Die App bietet Push-Benachrichtigungen zu Flugverspätungen und -stornierungen in der Registerkarte „Updates“. Dazu kommen weitere nützliche Informationen, zum Beispiel die Nummer des Gepäckausgabe-Bands.

9. Unterstützung per Klick oder Chat

Wer mit einem Reiseberater von GBT sprechen möchte, zum Beispiel um einen stornierten Flug umzubuchen, kann das problemlos tun: Ein Klick auf die intelligenten Action Buttons (mit Optionen, warum Unterstützung gebraucht wird) oder einfach auf das Telefon-Symbol stellt rasch die Verbindung zu einem Reiseberater oder einer Reiseberaterin her.

10. Hilfe über Proactive Traveler Care und Expert Care

Das mobile Angebot von GBT umfasst auch Tools für das Krisen-Management. Proactive Traveler Care (PTC) sendet Push-Benachrichtigungen mit wichtigen Informationen direkt an Reisende, die von einer Beeinträchtigung betroffen sind. In Notfallsituationen können Nutzer von Expert Care über mobiles Messaging Nachrichten senden und empfangen, ihren Standort übermitteln und schnell auf Notrufnummern zugreifen.

Und das ist nicht alles. Weitere App-Verbesserungen sind bereits in Arbeit. In den kommenden Monaten erhält Amex GBT Mobile zusätzliche Funktionen, darunter Hotelbewertungen der GBT-Kunden, eine Countdown-Funktion für das Boarding von Flügen sowie die Möglichkeit, den Reiseplan an andere weiterzuleiten und mit dem Kalender zu synchronisieren.

Amex GBT Mobile steht hier für iPhone-Nutzer und hier für Besitzer eines Android-Geräts zum Download bereit. Hinweis: Amex GBT Mobile ist derzeit für Kunden von American Express Global Business Travel verfügbar. Den Kunden von HRG steht die App zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung.

Florian Storp, Vice President Central Europe von American Express Global Business Travel

Die Momente, auf die es ankommt

Auf der Business Travel Show feierte der GBT-Claim Moments That Matter seine Premiere. Florian Storp erzählt die Geschichte dazu. //

Wenn Sie neulich auf der Business Travel Show am GBT-Stand vorbeigekommen sind, ist Ihnen sicher unser neues Motto aufgefallen, das in London Premiere hatte: Moments That Matter. Dahinter steht eine Geschichte.

Die Momente, auf die es ankommt, sind die, in denen unsere Kunden zur richtigen Zeit genau dort sind, wo es für sie wichtig ist, um zu wachsen. Sei es, um Geschäfte voranzutreiben, an einer Konferenz teilzunehmen, selbst ein Event auszurichten oder persönliche Erfahrungen zu sammeln. Jeder Erfolg lässt sich als eine Kette besonderer Momente beschreiben: Kontakte finden, Vertrauen bilden, Verträge schließen, Verträge erneuern – und heimkehren, denn es ist  möglicherweise der wichtigste Teil der Reise, dass jeder einzelne Reisende sicher nach Hause kommt.

Wachstum durch Präsenz

American Express Global Business Travel sieht es als seine Aufgabe, diese Momente auf reibungslose und elegante Weise zu unterstützen. Unserer Überzeugung nach sind die richtigen Verbindungen und die persönliche Präsenz in den richtigen Augenblicken wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg. Wir ermöglichen Wachstum durch Präsenz.

Moments That Matter schreibt aber auch die Geschichte von American Express Global Business Travel fort. Mit dem Slogan The Modern Business Traveler machten wir 2016 unseren Fokus auf kundenzentrierte Technologie deutlich. Something is Brewing (2017) bezog sich auf den Kauf von KDS und deutete die Akqusition von Banks Sadler an. Now Showing (2018) zeigte stolz das neue, durch die Übernahme von HRG noch einmal gewachsene Gesamtunternehmen American Express Global Business Travel.

Moments That Matter steht jetzt für die geballte Kraft der vier Unternehmen: GBT, HRG, Banks Sadler und KDS arbeiten mit konsistenter Expertise, durchgehend hohen Service-Standards und einer zentralen Technologieplattform daran, dass die Momente, auf die es ankommt, Wirklichkeit werden. Auch den Claim von HRG, Our World Is You (2017), setzen wir damit nahtlos fort.

Gut angelegtes Zukunftskapital

Tatsächlich sind wir jetzt der weltweit führende Anbieter von Geschäftsreise-Management und Meetings & Events. Und das nicht nur, was die Zahl der Kunden angeht. Als 2014 die formale Trennung von American Express Global Business Travel (dem Geschäftsreise-Spezialisten) und American Express (dem Kreditkarten-Anbieter) vollzogen wurde, erhielten wir von privaten Investoren 900 Millionen US-Dollar. Dieses Zukunftskapital haben wir gut angelegt – die jüngste Pressemitteilung zu Technologie-Neuheiten von der Travel Recommendation Engine über ReShop-Lösungen bis zu Peer Travel Insights zeigt das ganz deutlich.

Mein Kollege David Thompson, Chief Information Technology Officer von GBT, sagt in der Pressemitteilung: „Die GBT-eigene Core Technology Platform erlaubt es uns und unseren Kunden, unser Schicksal gemeinsam in die eigenen Hände zu nehmen.“ Ganz genau: Die Entwicklung der Plattform und ihr kontinuierlicher Ausbau schafft auch für GBT #momentsthatmatter.

Warum Kommunikation für die Einhaltung von Reiserichtlinien so wichtig ist

Was Millennials von Meetings und Events erwarten

Veranstaltungen brauchen zuallererst ein spannendes Programm. Dann aber folgt schon die Frage der Aufbereitung. Wer Teilnehmer der Generation Y erwartet, sollte einige Dinge beachten. //

Ähnlich wie die Geschäftsreisebranche sich an die wachsende Zahl der Millennials in den Belegschaften angepasst hat, werden auch Meetings und Events zunehmend an der Geration Y ausgerichtet, die gerade in ihren Zwanzigern und Dreißigern ist. Wie also können Veranstaltungsplaner Besucher aus der Millennial-Generation begeistern und fesseln?

Location, Location – aber eine einzigartige, bitte

Wie American Express Meetings & Events in im Global Meetings & Events Forecast 2019 zeigt, geben sich Millennials mit „typischen“ Veranstaltungsorten und Hotels nicht zufrieden. Die Generation Y kann ein abenteuerlustiger Haufen sein, den neue Erfahrungen reizen und der deshalb etwas Neues und Unerwartetes wünscht.

Es empfiehlt sich, über den herkömmlichen Konferenzsaal hinauszudenken und Räume zu suchen, die nicht dem konventionellen Konferenzzentrums-Schema entsprechen. Das kann ein Nachtclub sein, der sich tagsüber der Öffentlichkeit verschließt, ein Zoo oder Aquarium ohne herumlaufende Kinder oder ein Hangar, der normalerweise für Privatjets reserviert ist. Planer können ihrer Fantasie freien Lauf lassen – und müssen dann halt sicherstellen, dass die Idee tatsächlich machbar ist. Das geht mit den wichtigsten Voraussetzungen für Events an ungewöhnlichen Orten.

Erlebnisse sind wichtig

Wie an anderer Stelle bereits gesagt: Millennials schätzen Erlebnisse mehr als Materielles. Statt in Swag zu investieren, also coole Werbegeschenke, die aber möglicherweise im Hotel zurückgelassen werden, ist es besser, sich auf unvergessliche Erlebnisse zu konzentrieren. Im Zentrum sollten daher Wow-Faktoren stehen, von audiovisuellen Effekten bis zu den kleinsten Details. „Größer und besser“ ist allerdings nicht der einzige Weg – mit Kreativität lässt sich auch mit kleinem Budget ein außergewöhnliches Event planen.

Nicht nur Drei-Gänge-Menüs

Ein gesetztes Mittagessen kann auf viele Millennials wenig appetitlich wirken, da es sowohl die Wahl des Essens als auch die soziale Interaktion einschränkt. Verpflegungsstationen mit verschiedenen Häppchen dagegen kommen gut an, da Millennials eher über den Tag verteilt Kleinigkeiten essen statt drei feste Mahlzeiten. Genauso ansprechend wirkt eine Station, an der man sich Zutaten aussuchen und sein eigenes Gericht zusammenstellen kann.

Glutenfrei, ketogen, aus regionaler Erzeugung, vegan, Ethnic Fusion – auch mit diesen Optionen kann man nichts falsch machen. Ausgeschilderte Ernährungsinformationen und Geschichten, die mit regionalem Essen verbunden sind, bringen Extra-Sympathiepunkte.

Mit dem traditionellen Format brechen

Es kann für jeden schwierig sein, einem 60-minütigen Vortrag die volle Aufmerksamkeit zu widmen, wie fesselnd auch immer der Redner sein mag. Um glasige Augen und die Ablenkung durch Smartphones zu vermeiden, sollten Vorträge 20 bis 30 Minuten nicht überschreiten und von einer dynamischen, interaktiven Diskussion gefolgt werden. Video-Livestreams eignen sich auch gut dazu, das Interesse dieses technisch versierten Publikums zu wecken.

Viele Millennials wünschen sich eine flexible Zeiteinteilung, die nicht jeden Moment verplant. Daher sollte der Versuchung widerstanden werden, randvolle Programme mit einem Seminar nach dem anderen zu gestalten. Besser ist es, Zeit für kleine Fluchten einzuräumen, zum Beispiel eine Gruppenwanderung zum Luftschnappen und mit einer Besichtigung.

Social-Media-Momente liefern

Vom wunderschön servierten Essen bis zur Gelegenheit zum Selfie mit dem Hauptredner sollte ein Event eine Fülle an instagram-tauglichen Komponenten enthalten. Der Generation Y macht man es mit kostenlosem WLAN und einer Social-Media-Pinnwand einfach, Content online zu stellen. Diese Pinnwand enthält zum Beispiel die besten Zitate aus den Präsentationen. Ergänzend promotet ein witziger Hashtag das Event. #Brandingistalles!

Technologie nutzen

Manche Millennials geraten in Versuchung, während eines Workshops auf ihre Smartphones zu schauen. Gegen dieses Verhalten hilft eine Konferenz-App, die die Aufmerksamkeit zurückerobert. Diese App könnte eine Plattform bieten, wo Teilnehmer sich miteinander vernetzen können, oder ein Verzeichnis aller Teilnehmer samt biografischen Hinweisen und Suchfunktion. Möglich sind auch integrierte Augmented Reality oder ein Gamification-Element, mit dem sie Punkte sammeln, wenn sie bestimmten Stationen besuchen. Und so wichtig es ist, der Generation Y ihre geliebten technischen Tools zu bieten – mindestens genauso wichtig sind Ladestationen für die Geräte. Denn wenn der Akku leer ist und es keine Möglichkeit zum Laden gibt, könnten Millennials versucht sein, Feierabend zu machen und ins Hotel zu verschwinden.

Warum Kommunikation für die Einhaltung von Reiserichtlinien so wichtig ist

Warum Kommunikation für die Einhaltung von Reiserichtlinien so wichtig ist

Nur wer die Kommunikation richtig angeht, kann die Einhaltung von Reiserichtlinien wirksam umsetzen. Kate Vasiloff, Director of Research der GBTA Foundation, gibt die entscheidenden Tipps. //

Geschäftsreisende können keine Gedanken lesen. In einigen Unternehmen allerdings wäre diese Superkraft durchaus von Nutzen – das legt zumindest eine Studie der Global Business Travel Association (GBTA) zusammen mit HRS Global Hotel Solutions zum Thema Reiserichtlinien nahe.

Die Studie „Travel Policy Communication: Understanding Disconnects and Increasing Compliance“ zeigt nämlich eine große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. So gaben 90 Prozent der befragten Travel Manager an, dass ihre Beschäftigten genehmigte Buchungskanäle für Flüge nutzen, 81 Prozent sagten das für Mietwagenbuchungen. Von den Geschäftsreisenden dagegen kam diese Antwort nur von 63 Prozent (Flüge) bzw. 57 Prozent (Mietwagen).

Ein weiteres Ergebnis: Die Hälfte der Travel Manager sagt, sie erklärten ihren Mitarbeitern die Reiserichtlinien im Rahmen von persönlichen Meetings, aber nur 20 Prozent der Reisenden gaben an, die Richtlinien tatsächlich persönlich erklärt bekommen zu haben.

Wenn außerhalb der Richtlinien gebucht wird, so liegt das nicht an mangelnder Bereitschaft der Mitarbeiter, die Regeln zu befolgen. Sondern es gibt ein Kommunikationsproblem zwischen Travel Managern und Reisenden.

Wenn Sie also feststellen, dass Ihre Geschäftsreisenden wiederholt außerhalb der Reiserichtlinien oder andere als Ihre bevorzugten Dienstleister buchen, hat das vielleicht mehr mit Ihnen zu tun als mit den Reisenden.

Aber keine Panik. Hier sind einige Tipps, um den Kommunikationsfluss und damit die Compliance zu verbessern und außerdem Ihren Reisenden größeren Schutz zu bieten.

Die Botschaft selbst

Was macht den Erfolg von Reiserichtlinien aus? Dass sie einfach, klar und deutlich geschrieben sind und niemand ein Rechtswörterbuch braucht, um sie zu verstehen. Sie sollten zudem umfassend sein und die Themen Buchung, bevorzugte Leistungsträger und Dienstleister, Ausgabenlimits und Vertragsstrafen für die Nichteinhaltung abdecken – das aber nicht so langatmig tun, dass die Leser mittendrin aussteigen. Überkomplizierte Richtlinien sind immer seltener zu finden.

Natürlich sollten auf jeden Fall die Ziele der Reiserichtlinie enthalten sein. Und rücken Sie dabei den Geschäftserfolg des Unternehmens nicht zu sehr in den Mittelpunkt, sondern betonen Sie, wie wichtig Komfort und Wohlbefinden der Reisenden sind.

Die Botschaft übermitteln

Die vollständigen Reiserichtlinien sollten für alle Mitarbeiter leicht zugänglich sein. Sie können Teil eines Handbuchs werden, das neuen Mitarbeitern am ersten Arbeitstag überreicht wird, oder an einem festen Platz im Intranet des Unternehmens stehen, das Mitarbeiter auch außerhalb des Büros und unterwegs abrufen können.

Das sollte aber nicht alles sein. Wer sicher gehen will, verbreitet die Richtlinien auf ganz verschiedenen Wegen, zum Beispiel durch gezielte E-Mails, interne Newsletter und mobile Nachrichten. (Übrigens macht die Amex GBT Mobile App von American Express Global Business Travel es Travel Managern leicht, Compliance-Erinnerungen an Geschäftsreisende zu senden.)

Da es einfach ist, E-Mails mit dem Wort „Reiserichtlinie“ in der Betreffzeile zu ignorieren, wenn bereits ähnliche E-Mails den Posteingang verstopfen, sollte sichergestellt sein, dass Mitteilungen gezielt nur an die Empfänger gehen, die die Information zu diesem Zeitpunkt tatsächlich brauchen.

Und vergessen Sie persönliche Meetings nicht. Sie lohnen sich, denn sie bieten die Möglichkeit, die wichtigsten Punkte der Richtlinie zu erklären und die Wichtigkeit der Einhaltung zu betonen. In einer Gruppenbesprechung bekommt jeder mit, welche Fragen und Bedenken die anderen vorbringen, an die man selbst womöglich gar nicht gedacht hat. Schicken Sie nach solchen Meetings eine E-Mail an die Teilnehmer, die die wichtigsten besprochenen Richtlinien zusammenfasst.

Worte mit Gewicht

Wer Reiserichtlinien oder E-Mails dazu entwirft, muss Ton und Sprache genau abwägen.

Niemand möchte bei einem Verstoß gegen die Richtlinien wie ein Elternteil wirken, das seine Kinder wegen schlechten Benehmens ausschimpft. Besser ist eine konstruktive Reaktion, die klar darlegt, wie in Zukunft zu verfahren ist, und sich auf die Vorteile der Einhaltung konzentriert.

Es empfiehlt sich, gelegentlich die eigenen Mitteilungen noch einmal zu lesen, um zu schauen, wie sie verfeinert und präziser formuliert werden können.

Das Publikum kennen

Wie die Studie von GBTA und HRS ebenfalls zeigt, gibt es keinen einheitlichen Kommunikationsansatz, der in allen Büros funktioniert. Es bestehen regionale und demografische Unterschiede.

Die Studie ergab beispielsweise, dass Europäer Reiserichtlinien per E-Mail oder im Intranet spürbar bevorzugen, während US-Amerikaner eher an Mitarbeiterhandbücher gewöhnt sind. Außerdem – und das überrascht ein bisschen – zieht mehr als die Hälfte der Millennials ein persönliches Gespräch über Reiserichtlinien vor. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sie neu im Unternehmen sind und detailliertere Informationen wünschen. Berücksichtigen Sie das, wenn Sie Ihre Kommunikationsstrategien ausarbeiten.

Weitermachen

Auch wenn eine wohlformulierte E-Mail mit den Reiserichtlinien abgeschickt oder ein produktives Meeting voller Diskussionen beendet ist, bleibt immer noch Arbeit zu tun. Denn Reiserichtlinien ändern sich, neue Mitarbeiter kommen, und Wiederholungstäter werden in ihre alten, nicht-konformen Gewohnheiten zurückfallen. Daher braucht es fortlaufend Schulungen und Überprüfungen – selbst für erfahrene Reisende, die schon auf der ganzen Welt waren –, um neue Konzepte vorzustellen, die geltenden zu bekräftigen und die konsequente Einhaltung zu fördern.

Ideal ist ein gewisses Gleichgewicht: Die Einhaltung von Richtlinien so deutlich machen, dass alle ihre Bedeutung kennen und wissen, dass ihre Einhaltung erwartet wird, gleichzeitig aber so zurückhaltend sein, dass niemand überdrüssig wird und nicht mehr zuhört.

Eine gute Option könnte sein, ein internes Social-Media-Netz zu schaffen, um die Kommunikation nicht nur zwischen Ihnen und den Mitarbeitern, sondern auch innerhalb der Belegschaft zu erleichtern. So können Geschäftsreisende sich zu den Reisezielen und ihren Erfahrungen austauschen und sich vielleicht sogar gegenseitig einige der häufig gestellten Fragen beantworten, die sonst bei Ihnen landen.

Kommunikation braucht beide Richtungen

Die Einhaltung von Reiserichtlinien ist viel einfacher umzusetzen, wenn sie als gemeinschaftliche Aufgabe und nicht als Vorgabe von oben betrachtet wird. Daher sollte der Fokus auf dem Engagement der Mitarbeiter und einem Umfeld liegen, in dem sich die Mitarbeiter eingebunden fühlen und sich ehrlich äußern können.

Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass ihre Erfahrungen von Bedeutung sind, indem Sie Kommentare zur Reise erbitten, entweder per E-Mail oder – etwas formeller – durch einen Fragebogen. Fragen Sie danach, was unterwegs reibungslos verlaufen ist und was nicht. Alle Antworten sind für die Optimierung der Richtlinien von großer Bedeutung. Sollten Informationen eines Mitarbeiters zur Anpassung der Richtlinien führen, lassen Sie ihn oder sie das wissen. Und sagen Sie Danke.


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Adieu, Bürokratie! Hallo, Digitalisierung!

Unternehmen mit veralteten manuellen Prozessen verfehlen die Erwartungen ihrer modernen Mitarbeiter. Eine einheitliche digitale Plattform für Reisebuchungen und Reisekosten-Abrechnungen kommt ihnen entgegen. Außerdem nutzt sie dem Unternehmen, schreibt Romain Fory, Account Manager bei KDS, und zeigt das Beispiel eines französischen Ingenieurbüros. //

Wie in vielen Branchen hat auch in der Geschäftsreise der technologische Fortschritt zu veränderten Nutzergewohnheiten geführt – und die gesamte Branche revolutioniert. Unternehmen müssen die Erwartungen der Mitarbeiter in Sachen Technologie erfüllen. Das ist genauso wichtig geworden wie die Umsetzung von Reiserichtlinien, die Kontrolle der Kosten und die Sicherheit der Reisenden. Drei Beispiele:

  • Im Büro erwarten Mitarbeiter die gleichen schnellen und intuitiv benutzbaren Tools, die sie im Privatleben verwenden.
  • Eine Stunde für die Suche nach einem Flug zwischen Paris und London aufzubringen, der sowohl den Reiserichtlinien entspricht als auch pünktlich zum Meeting ankommt, ist heute ein Ding der Unmöglichkeit.
  • Dasselbe gilt für stundenlanges Sortieren von Quittungen, umfangreiche Spesenabrechnungen und die Erstattung Monate später.

Wir alle erwarten, dass Technologie die Dinge einfacher macht. Unternehmen haben keine Wahl mehr: Sie müssen Bürokratie abbauen und das Reise- und Reisekosten-Management ins digitale Zeitalter überführen.

KDS ist sich dieser zweifachen Herausforderung bewusst – es geht darum, sowohl die Nutzer zufriedenzustellen als auch die Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Daher bieten wir schnelle, einfache Lösungen mit dem Ziel, dass sie in den Projekten unserer Kunden zur digitalen Transformation eine zentrale Rolle spielen.

Die Automatisierung von Geschäftsreisen und Reisekostenabrechnungen ermöglicht einfachere, schnellere und konsistentere Nutzerprozesse. Klassische Tools verzahnen die Abrechnung unterwegs entstandener Kosten nicht mit den Buchungsprozessen, die sich wiederum oft auf Beförderung und Unterkunft beschränken. Mit KDS Neo lässt sich eine komplette Reise buchen (Taxis, Unterkunft, Beförderung etwa per Flug, Shuttlebusse, zusätzliches Gepäck, Sitzplatz-Upgrades usw.), gleichzeitig können auf derselben Plattform die Reisekostenabrechnungen via Internet oder Mobiltelefon verwaltet werden.

Die einheitliche Plattform bietet dieselbe Nutzerfreundlichkeit wie die beliebtesten E-Commerce-Websites. Unternehmen können Prozesse beschleunigen, bestimmte Aufgaben automatisieren und die tatsächlichen Reisekosten besser einschätzen und kontrollieren, was das Management von Aufträgen und Verträgen optimiert. Und alles ist papierlos – dank der digitalen Reisekostenabrechnungen in KDS Neo, die rechtlich den Originaldokumenten in nichts nachstehen.

Technologie ist der einzige Weg zu mehr Effizienz und schnelleren Prozessen in komplexen Situationen

Produktivität ist ein zentrales Anliegen für leitende Manager. An Plattformen für das Management von Geschäftsreisen und anpassungsfähigen und benutzerfreundlichen Ausgaben-Reports kommt heutzutage niemand mehr vorbei. Jedes Unternehmen scheint dafür eine Strategie zu haben.

Das französische Ingenieurbüro TechnipFMC zum Beispiel hat die Geschäftsreisen seiner Mitarbeiter (im Schnitt 20.000 bis 25.000 Reisen pro Jahr) lange Zeit mit einem selbst entwickelten Tool verwaltet, das viele manuelle Prozesse erforderte. Für die internationalen Projekte des Unternehmens ist es erforderlich, dass Mitarbeiter aus ganz unterschiedlichen Abteilungen in verschiedenen Projektphasen reisen (Vorstudie, Entwicklung, Bau, Transport zum Ölfeld, Installation vor Ort). Daher wünscht TechnipFMC, wie viele andere Unternehmen auch, Einfachheit, Reaktionsfähigkeit und Kontrolle für das Reiseprogramm.

„Wir müssen rasch reagieren können, daher brauchen wir Reisebuchungstools, die perfekt auf die spezifischen Gegebenheiten unserer Branche zugeschnitten sind“, betont Claude Lelièvre, der bei TechnipFMC das Regional Travel Management Development für die Region EMIA verantwortet. „Um die Erwartungen unserer Projektassistenten zu erfüllen, die häufig für Geschäftsreisen zuständig sind, und um auf die häufigen Änderungen und Last-Minute-Anfragen zu reagieren, mit denen sie konfrontiert werden, haben wir uns für ein Tool entschieden, das vollständig, flexibel, agil und äußerst nutzerfreundlich ist.“ Bei TechnipFMC können Buchungen mit KDS Neo jetzt viel schneller vorgenommen werden, und das Unternehmen hat die Dauer einer typischen Reisekostenerstattung erheblich verkürzt.

Neben diesen operativen Faktoren müssen Unternehmen die digitale Transformation auch aus strategischen Gründen vorantreiben. Diese Transformation und die Auswahl der Tools können Einfluss auf Image und Kultur eines Unternehmens haben. Die internen Tools und Prozesse eines Unternehmens sollten seine Vision, seine Strategie und die Art und Weise spiegeln, in der es mit Kunden und Lieferanten zusammenarbeitet.

Dank erheblicher Investitionen in Forschung und Entwicklung ist KDS zu kontinuierlichen Innovationen in der Lage, kann den technologischen und regulatorischen Entwicklungen zuvorkommen und seine Kunden dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Als Account Manager habe ich dank der Einführung von KDS Neo das Glück, die Umsetzung dieser Ziele bei meinen Kunden live zu erleben – insbesondere bei TechnipFMC.

Die vollständige Fallstudie zu TechnipFMC finden Sie unter www.kds.com/case-studies/technipfmc-visibility-flexibility-and-safety-of-business-trips/ (englischsprachig).

Florian Storp, Vice President Central Europe von American Express Global Business Travel

Auf der Suche nach digitalen Geschäftsreise-Fachkräften

Im Zeitalter der Digitalisierung haben Geschäftsreisende andere Ansprüche als früher. Das Travel Management muss sich darauf einstellen. Florian Storp fordert: Wir brauchen digitale Geschäftsreise-Fachkräfte – wir müssen unsere Leute schulen und unsere Branche attraktiver für junge Bewerber machen. //

Zu den Kunden von GBT gehören viele große und kleine Unternehmen, die auf ihrem Fachgebiet ganz vorne dabei sind und auf jeder Messe neue technische Ideen und Innovationen vorstellen. Nur im Travel Management hapert es mit der Technik. Wenn mein Sales-Team und ich zu ihnen kommen, hören wir oft: Wir haben verstanden, aber wir sind noch nicht so weit. Dann kann ich nur antworten: Aber Eure Reisenden sind es.

Die Reisenden von heute haben sich nun einmal daran gewöhnt, dass ihnen Apps, Chatbots und stimmgeführte Assistenten den Alltag erleichtern. Diese Ansprüche legen sie nicht ab, wenn es um Geschäftsreisen geht. Im Gegenteil: Gerade weil Reisen eine prinzipiell komplexe Angelegenheit sind, erwarten sie größtmögliche Vereinfachung und Unterstützung – durch Technik.

Gleichzeitig höre und lese ich immer wieder, Apps, Bots, Big-Data-Anwendungen und andere Facetten der Digitalisierung würden der Reisebranche auf Dauer viele Jobs kosten. Da muss ich heftig widersprechen. Das Gegenteil ist der Fall! Es ist schwierig geworden, die qualifizierten und zuverlässigen Geschäftsreise-Fachkräfte zu finden, die wir in der digitalisierten Welt des Travel Managements brauchen. Denn wir brauchen sie – nur ändern sich die Aufgaben. Riefen bis vor einigen Jahren Reisende im Callcenter an und hatten Verständnis, dass die Suche nach neuen Flügen und die Umbuchung ihre Zeit brauchten, so melden sie sich heute per Messenger, wenn ihnen die App nicht weiterhilft, und werden sehr schnell ungeduldig.

Wir müssen heute anders reagieren als früher, und auf anderen Kanälen. Die Mission heißt Change Management.

Daraus folgen zwei Dinge. Erstens müssen wir unsere eigenen Fachkräfte schulen und unsere Prozesse den digitalen Gegebenheiten anpassen. GBT ist hier seit Jahren auf einem guten Weg, und auch die neuen Kollegen von HRG wissen, worum es geht. Zweitens aber müssen wir die Attraktivität und die Karrieremöglichkeiten unserer Branche den jungen Leuten gegenüber stärker herausstellen. Wir brauchen eine gesunde Mischung aus Digital Natives und Digital Immigrants, um den Digital Natives auf Augenhöhe zu begegnen, denen die Evolution ja inzwischen Mobile Natives an die Seite gestellt hat.

Digitalisierung ist keine Katastrophe, sondern eine große Chance. Wir müssen uns mit unseren Kunden ändern. Das nennt man Anpassung. Also: Ran an die Technik!

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Mit Reiserichtlinien gegen Zusatzentgelte

Fast alle Airlines bieten Zusatzleistungen an – gegen Zusatzentgelte. Viele Unternehmen tracken diese Kosten nicht. Alexander Albert, Director Business Management Germany bei American Express Global Business Travel, erklärt, wie sich das in sechs Schritten ändern lässt – von der einfachen Übersicht bis zu den Reiserichtlinien. //

Wie IdeaWorks und CarTrawler neulich in ihrer jährlichen Untersuchung feststellten, haben die Fluggesellschaften im Jahr 2018 nahezu 93 Milliarden Dollar mit Zusatzleistungen umgesetzt, also mit Dingen wie Sitzplatz-Upgrades und aufgegebenem Gepäck. Wissen Sie, welcher Anteil daran von Ihrem Unternehmen stammt? Oder ist das eine Fangfrage?

Obwohl Unternehmen sehr wohl wissen, dass ihre Gesamtreiseausgaben aufgrund solcher Zusatzleistungen steigen, kann es aufgrund der Art und Weise, wie sie gebucht werden, äußerst schwierig sein, sie nachzuverfolgen.

Schauen wir in die Studie „Evolution of Air Distribution“, die American Express Global Business Travel (GBT) im vorigen Herbst zusammen mit der Association of Corporate Travel Executives herausgegeben hat: Fast die Hälfte (48 Prozent) der 218 befragten Travel Manager gaben an, Ausgaben für Zusatzleistungen nicht zu tracken. Es ist jedoch wichtig, genau das zu tun, damit die Kosten nicht außer Kontrolle geraten.

Daher haben wir einige Möglichkeiten zusammengetragen, mit denen Unternehmen die Übersicht und die Kontrolle über diese wachsenden Ausgaben gewinnen können. Obwohl es vor allem um Airline-Zusatzleistungen geht, gelten viele dieser Tipps auch für Hotels und Mietwagen.

1. Identifizierung der Zusatzleistungen

Der erste Schritt: Erstellen Sie eine Liste aller möglichen Extras, die Ihren Reisenden offen stehen. Dies umfasst alles von aufgegebenem Gepäck und Sitzplatz-Upgrades über Mahlzeiten und Bordunterhaltung bis hin zu weniger bekannten Leistungen wie Kopfkissen und Decken sowie den Druck von Bordkarten. Um ein vollständiges Bild Ihrer Flugkosten zu erhalten, schließen Sie auch Entgelte für den Zugang zu Flughafenlounges und die beschleunigte Sicherheitskontrolle in Ihre Betrachtung ein.

2. Tracking der Zusatzentgelte

Die meisten Unternehmen, die Zusatzkosten tracken, verlassen sich dabei auf Daten von Firmenkreditkarten und Travel-/Expense-Management-Systemen. Um diesen aufwendigen Prozess einfacher zu gestalten, empfehlen wir Ihnen, Premier Insights™ zu testen, ein integriertes Visualisierungstool von GBT für Karten- und Reisedaten. Es bietet eine einheitliche Übersicht über das Reiseprogramm eines Unternehmens – einschließlich der Gesamt-Ausgabensumme für Zusatzleistungen.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, intern Unterstützung zu suchen, beispielsweise von der Finanzabteilung, um diese Ausgaben zu ermitteln und zu berechnen.

3. Streubuchungen verhindern

Da viele Online-Buchungstools (OBT) noch nicht in der Lage sind, Buchungen um Zusatzleistungen zu ergänzen, selbst wenn die Reservierungssysteme (GDS) sie anbieten, müssen Reisende sie auf den Websites der Fluggesellschaften direkt buchen. Dieses Vorgehen macht es schwierig, Zusatzleistungen zu tracken, vor allem, wenn die Reisenden sie in ihrer Abrechnung unter „andere Kosten“ aufführen.

Es könnte also die Frage an den OBT-Anbieter/die Travel Management Company lohnen, was geplant ist, um diese Lücke zu schließen. Einige Tools wie Neo™, das intelligente Online-Buchungstool von KDS, können derzeit bestimmte Zusatzleistungen verarbeiten (zum Beispiel Sitzplatz-Upgrades und aufgegebenes Gepäck), sodass die Reisenden sie nicht anderweitig buchen müssen.

4. Verhandlungen mit Leistungsträgern

Wer nachrechnet, was Zusatzleistungen das Unternehmen kosten, kann schon einen Schreck bekommen. Diese Zahlen verwandeln sich aber in schlagkräftige Verhandlungsmasse, wenn die nächsten Verhandlungen mit den bevorzugten Leistungsträgern anstehen.

Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass sich bestimmte Aufschläge auf Null herunterhandeln lassen (etwa Entgelte für aufgegebenes Gepäck), können Sie darauf drängen, andere Leistungen wie Sitzplatz-Upgrades, Lounge-Zugang und Priority Boarding in den Vertrag aufzunehmen. Das spart dem Unternehmen Geld und kommt den Wünschen der Reisenden entgegen.

5. Richtlinien für Zusatzleistungen

Für Unternehmen, die noch keine Richtlinien für die Buchung von Zusatzleistungen haben, wird es Zeit. Die New Distribution Capabilty (das neue Datenformat NDC für Flugangebote) erleichtert es den Fluggesellschaften, diese Add-ons zu verkaufen. Daher müssen Unternehmen klar festlegen, welche dieser Zusatzkosten gestattet sind und welche nicht.

Travel Manager und andere Beteiligte sollten die Zusatzleistungen auf ihrer Liste (siehe Schritt 1) ​​ überprüfen und entscheiden, welche das Unternehmen bezahlt. Es empfiehlt sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kostenkontrolle für das Unternehmen und Flexibilität und Auswahl für die Reisenden.

Da die Zusatzleistungen der Fluggesellschaften variieren, müssen die Richtlinien möglicherweise für jeden Carrier angepasst werden. Die Alternative ist eine Zusatzleistungs-Obergrenze.

6. Durchsetzung der Richtlinie

Natürlich sind Reiserichtlinien eine Sache – und ihre Befolgung eine andere. Travel Manager müssen die Mitarbeiter über Änderungen informieren. In diesem Artikel zur Reiserichtlinien-Kommunikation finden sich bewährte Methoden dafür.

Wir sind sicher, dass es die reisenden Mitarbeiter interessiert zu erfahren, wieviel Fluggesellschaften mit Zusatzleistungen verdienen – nicht nur um des Unternehmens willen, sondern auch, weil sie so erfahren, welche Zusatzkosten für Urlaubsreisen anfallen.

Geschäftsreisende mit American Express Global Business Travel

Mit Familie auf Geschäftsreise?

Immer mehr Mitarbeiter fragen, ob sie mit Familie auf Geschäftsreise gehen können. Das sollte kein Problem sein – wenn einige Regeln eingehalten werden. Jo Sully, Vice President und Regional General Manager von GBT in Australien und Südostasien, gibt einen Überblick. //

Unabhängig davon, mit wie vielen Kunden und Kollegen sich Geschäftsreisende unterwegs treffen – Geschäftsreisen können einsam sein. Und auch die Beziehungen zu den Angehörigen zu Hause belasten.

Daher fragen immer mehr Mitarbeiter, ob sie Familie mit auf Geschäftsreise nehmen können – das zeigt eine neue Studie von American Express Global Business Travel (GBT) und der Association of Corporate Travel Executives: „Balancing Business Travel Tools & Policy for the Traveller Experience“ zufolge registrieren 38 Prozent der Travel Manager im asiatisch-pazifischen Raum mehr Anfragen von Mitarbeitern, die mit Familienmitgliedern auf Geschäftsreise gehen wollen.

Eine Geschäftsreise mit Familie ist natürlich angenehmer und verringert das Gefühl der Abkopplung. Wichtig ist allerdings, dass die Zeit mit der Familie die Ziele der Reise nicht beeinträchtigt.

Wer also Geschäftsreisende dabei unterstützen möchte, auf dem schmalen Grat zwischen Geschäft und Privatleben zu navigieren, findet hier einige Tipps.

Zunächst einmal braucht es die Zustimmung des Arbeitgebers. Je nach Unternehmen und Kultur kann eine Geschäftsreise mit Familie als Belohnung angesehen werden, die das Unternehmen keinen Cent kostet – oder als totale Ablenkung von den Zielen der Reise. Da wahrscheinlich jede Anfrage einzeln bewertet und entschieden wird, sollte der Chef auch dann gefragt werden, wenn das nicht die erste Reise mit Begleitung ist.

Wer dem Vorgesetzten die Idee vorschlägt, sollte also betonen, dass die beruflichen Pflichten oberste Priorität haben und wegen der Begleitung keinesfalls vernachlässigt werden.

Die Unterkunft sollte in der Nähe des Ortes liegen, wo der Geschäftstermin stattfindet, den Reiserichtlinien des Unternehmens entsprechen – und möglichst den Wünschen der Reisebegleitung entgegenkommen. Ein Hotel in der Nähe einiger Sehenswürdigkeiten ermöglicht Beschäftigungen den Tag über. Wer mit Kind reist, sollte sollte prüfen, ob es Hotels gibt, die den Reiserichtlinien entsprechen und einen Pool haben.

Eines sollte der Begleitung von Anfang an klar sein: Das Unternehmen übernimmt keine Kosten für sie. Während Familienmitglieder die von der Firma abgedeckten Leistungen in Anspruch nehmen können, beispielsweise das Hotelzimmer und die Taxifahrten zum und vom Flughafen, sind zusätzliche Kosten Privatsache: für Flug, Bahn und öffentliche Verkehrsmittel sowie für Mahlzeiten und Unterhaltung.

Um Unklarheiten bei der Abrechnung der Reisekosten zu vermeiden, sollte die Begleitung ihre Kosten separat bezahlen – und ihre Quittungen aufheben für den Fall, dass es Nachfragen gibt.

Für die Reisenden kann es schwierig sein, wenn Berufswelt und Privatleben in so engen Kontakt kommen, gerade unterwegs. Möglicherweise muss die Vielflieger-Mentalität einen Gang herunterschalten und sich an das langsamere Tempo der Begleiter anpassen, insbesondere wenn Kinder dabei sind. Umgekehrt sollten die Reisebegleiter ihre Erwartungen dämpfen – für die Geschäftsreisenden ist das nun einmal kein Urlaub, der Großteil ihrer Zeit wird mit der Arbeit verbracht. Die Familienangehörigen müssen sich den Tag über alleine beschäftigen, möglicherweise auch länger, falls es Abendverpflichtungen gibt.

Die Reisenden sollten mit ihren Familienangehörigen also offen darüber reden, wie sich die Reise gestalten wird. Niemandem ist geholfen, wenn sie sich in einer fremden Stadt allein und vernachlässigt fühlen. Kommen sie jedoch gut alleine zurecht, kann eine Wochenendverlängerung am Zielort die Belohnung sein. Falls Kinder mitreisen, sollten die Erziehungsberechtigten sich klar absprechen: Die Begleitung muss akzeptieren, dass sie auf die Kinder aufpasst, damit der oder die Reisende sich voll und ganz der Arbeit widmen kann.

Und wenn ein Kind zuviel Ablenkung bedeutet, zum Beispiel weil es zu Wutausbrüchen neigt, wenn die tägliche Routine unterwegs gestört wird, dann kann es ratsam sein, alleine auf Geschäftsreise zu gehen – und einen Familienurlaub nachzuschieben.

Weltweit unterwegs - Frau auf Geschäftsreise mit American Express Global Business Travel

So optimiert Künstliche Intelligenz die Prozesse der Geschäftsreise

Noch steht Künstliche Intelligenz am Anfang. Für personalisierte Buchungen und die Datenvisualisierung leistet sie jedoch bereits wertvolle Dienste für die Geschäftsreise, wie Marilyn Markham beschreibt, Global Product Director bei GBT. //

Das Schlagwort „KI“ taucht in der Geschäftsreisebranche zur Zeit überall auf. Wenn man sich anschaut, wo Künstliche Intelligenz heute tatsächlich steht und welche Einsatzmöglichkeiten sich für Geschäftsreisen bieten, wird klar: Das Thema wird im Wesentlichen von Data Science und Datenanalysen bestimmt.

Das klingt vielleicht nicht so aufregend wie das, was in der Science-Fiction-Fernsehserie „Westworld“ dargestellt wird. Dennoch kann eine solche Technologie die Geschäftsreiseprozesse stark verbessern.

Personalisierte Buchungen

Mit dem Maschinellen Lernen, einem der Bestandteile von KI, können wir Daten aus früheren Reisebuchungen nutzen, um Buchungsprozesse zu personalisieren. Wir setzen diese Technologie insbesondere in unserer Lösung Trip Recommender™ ein, die derzeit Kunden in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Indien und Australien für Hotelbuchungen zur Verfügung steht.

Das funktioniert so: Wenn ein Reisender einen Flug über einen den Reiserichtlinien entsprechenden Kanal, aber ohne Hotel bucht, schickt ihm Trip Recommender automatisch eine eigens erstellte Liste von Hotels. Die Auswahl basiert auf den vorherigen Buchungen des Reisenden, seinen Buchungsgewohnheiten und der Zimmerverfügbarkeit. Das heißt: Die Empfehlungen des Trip Recommenders basieren nicht – wie bisher üblich – auf den bevorzugten Partnern des Unternehmens, sondern sind dynamischer und persönlicher.

Dies spart den Reisenden zum einen viel Zeit, da sie die angebotene Auswahl nicht selbst einschränken müssen. Zum anderen steigt durch den hohen Komfort und die Schnelligkeit des Buchungsprozesses die Wahrscheinlichkeit, dass Flug- durch Hotelbuchungen ergänzt werden. Das wiederum kann zu weiteren Einsparungen für die Unternehmen führen und erleichtert die Wahrnehmung von Fürsorgepflichten.

Was aber passiert, wenn ein Reisender in der Liste kein Hotel findet, das er buchen möchte? Dann zeigt Maschinelles Lernen, was es kann.

Denn mit dieser Technologie kann Trip Recommender die Präferenzen jedes Reisenden im Laufe der Zeit verstehen und seine Einstellungen anpassen, um bessere Ergebnisse zu erzielen – ohne menschliches Eingreifen!

Wenn also ein Reisender die ersten beiden Optionen, die Trip Recommender anbietet, nicht mag, sondern die dritte bucht, wird das Programm das Muster bestimmen, warum ein Reisender ein Hotel gegenüber dem anderen bevorzugt. Beim nächsten Mal steht die beste Option dann ganz oben. Und wenn sich die Buchungsgewohnheiten eines Reisenden ändern, ändern sich auch die Empfehlungen des Trip Recommenders, denn er lernt.

Bereitstellung aussagekräftiger Daten

Big-Data-Tools können auch für Travel Manager und ihre Optimierungsziele nützlich sein. Statt dass Menschen die Daten nach Mustern durchsuchen, um kosteneffektive Lösungen zu finden, liefert ein Datenvisualisierungs-Tool wie Premier Insights™ sofort verwertbare Ergebnisse in einem leicht verständlichen Format.

Travel Manager stellen mit einem solchen Tool möglicherweise fest, dass ein Großteil der Reisekosten in einem bestimmten Zielgebiet ausgegeben wird, in dem das Geschäft wächst. Mit diesen Informationen können sie dann aktiv mit den Leistungsträgern der Region verhandeln, um die Reisekosten zu diesem Hotspot zu senken.

Oder nehmen wir an, das Travel Management sucht Wege, um Reiseüberlastung und Gesundheitsprobleme im Außendienst zu vermeiden – heutzutage ein wachsendes Problem. Das funktioniert zum Beispiel durch die Beobachtung bestimmter Kennwerte, zum Beispiel der Reisehäufigkeit pro Mitarbeiter, der zurückgelegten Entfernungen und der Zeit, die sie unterwegs verbracht haben. Wer all das einsetzt, steigert die Qualität seines Geschäftsreiseprogramms.

So lässt sich prüfen, welche Richtlinien und Vergünstigungen das Unternehmen gegen Reiseüberlastung aufbringen kann. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung kann entschieden werden, ob mehr getan werden muss, um die Auswirkungen häufiger Reisen zu minimieren.

Aber das ist nur der Anfang. Mit fast 40 Millionen Buchungen, die jährlich über American Express Global Business Travel laufen, verfügen wir über eine enorme Datenmenge, die für Travel Manager sehr wertvoll sein kann, wenn sie strategisch ausgewertet wird.

Aus diesem Grund haben wir ein Team von Datenwissenschaftlern engagiert: Es ist unser Ziel, laufend vielversprechende und neue Wege zu finden, unsere Fülle an Daten zu analysieren und unseren Kunden noch aussagekräftigere Analysen und umsetzbare Erkenntnisse zu liefern.