Warum Kommunikation für die Einhaltung von Reiserichtlinien so wichtig ist

Was Millennials von Meetings und Events erwarten

Veranstaltungen brauchen zuallererst ein spannendes Programm. Dann aber folgt schon die Frage der Aufbereitung. Wer Teilnehmer der Generation Y erwartet, sollte einige Dinge beachten. //

Ähnlich wie die Geschäftsreisebranche sich an die wachsende Zahl der Millennials in den Belegschaften angepasst hat, werden auch Meetings und Events zunehmend an der Geration Y ausgerichtet, die gerade in ihren Zwanzigern und Dreißigern ist. Wie also können Veranstaltungsplaner Besucher aus der Millennial-Generation begeistern und fesseln?

Location, Location – aber eine einzigartige, bitte

Wie American Express Meetings & Events in im Global Meetings & Events Forecast 2019 zeigt, geben sich Millennials mit „typischen“ Veranstaltungsorten und Hotels nicht zufrieden. Die Generation Y kann ein abenteuerlustiger Haufen sein, den neue Erfahrungen reizen und der deshalb etwas Neues und Unerwartetes wünscht.

Es empfiehlt sich, über den herkömmlichen Konferenzsaal hinauszudenken und Räume zu suchen, die nicht dem konventionellen Konferenzzentrums-Schema entsprechen. Das kann ein Nachtclub sein, der sich tagsüber der Öffentlichkeit verschließt, ein Zoo oder Aquarium ohne herumlaufende Kinder oder ein Hangar, der normalerweise für Privatjets reserviert ist. Planer können ihrer Fantasie freien Lauf lassen – und müssen dann halt sicherstellen, dass die Idee tatsächlich machbar ist. Das geht mit den wichtigsten Voraussetzungen für Events an ungewöhnlichen Orten.

Erlebnisse sind wichtig

Wie an anderer Stelle bereits gesagt: Millennials schätzen Erlebnisse mehr als Materielles. Statt in Swag zu investieren, also coole Werbegeschenke, die aber möglicherweise im Hotel zurückgelassen werden, ist es besser, sich auf unvergessliche Erlebnisse zu konzentrieren. Im Zentrum sollten daher Wow-Faktoren stehen, von audiovisuellen Effekten bis zu den kleinsten Details. „Größer und besser“ ist allerdings nicht der einzige Weg – mit Kreativität lässt sich auch mit kleinem Budget ein außergewöhnliches Event planen.

Nicht nur Drei-Gänge-Menüs

Ein gesetztes Mittagessen kann auf viele Millennials wenig appetitlich wirken, da es sowohl die Wahl des Essens als auch die soziale Interaktion einschränkt. Verpflegungsstationen mit verschiedenen Häppchen dagegen kommen gut an, da Millennials eher über den Tag verteilt Kleinigkeiten essen statt drei feste Mahlzeiten. Genauso ansprechend wirkt eine Station, an der man sich Zutaten aussuchen und sein eigenes Gericht zusammenstellen kann.

Glutenfrei, ketogen, aus regionaler Erzeugung, vegan, Ethnic Fusion – auch mit diesen Optionen kann man nichts falsch machen. Ausgeschilderte Ernährungsinformationen und Geschichten, die mit regionalem Essen verbunden sind, bringen Extra-Sympathiepunkte.

Mit dem traditionellen Format brechen

Es kann für jeden schwierig sein, einem 60-minütigen Vortrag die volle Aufmerksamkeit zu widmen, wie fesselnd auch immer der Redner sein mag. Um glasige Augen und die Ablenkung durch Smartphones zu vermeiden, sollten Vorträge 20 bis 30 Minuten nicht überschreiten und von einer dynamischen, interaktiven Diskussion gefolgt werden. Video-Livestreams eignen sich auch gut dazu, das Interesse dieses technisch versierten Publikums zu wecken.

Viele Millennials wünschen sich eine flexible Zeiteinteilung, die nicht jeden Moment verplant. Daher sollte der Versuchung widerstanden werden, randvolle Programme mit einem Seminar nach dem anderen zu gestalten. Besser ist es, Zeit für kleine Fluchten einzuräumen, zum Beispiel eine Gruppenwanderung zum Luftschnappen und mit einer Besichtigung.

Social-Media-Momente liefern

Vom wunderschön servierten Essen bis zur Gelegenheit zum Selfie mit dem Hauptredner sollte ein Event eine Fülle an instagram-tauglichen Komponenten enthalten. Der Generation Y macht man es mit kostenlosem WLAN und einer Social-Media-Pinnwand einfach, Content online zu stellen. Diese Pinnwand enthält zum Beispiel die besten Zitate aus den Präsentationen. Ergänzend promotet ein witziger Hashtag das Event. #Brandingistalles!

Technologie nutzen

Manche Millennials geraten in Versuchung, während eines Workshops auf ihre Smartphones zu schauen. Gegen dieses Verhalten hilft eine Konferenz-App, die die Aufmerksamkeit zurückerobert. Diese App könnte eine Plattform bieten, wo Teilnehmer sich miteinander vernetzen können, oder ein Verzeichnis aller Teilnehmer samt biografischen Hinweisen und Suchfunktion. Möglich sind auch integrierte Augmented Reality oder ein Gamification-Element, mit dem sie Punkte sammeln, wenn sie bestimmten Stationen besuchen. Und so wichtig es ist, der Generation Y ihre geliebten technischen Tools zu bieten – mindestens genauso wichtig sind Ladestationen für die Geräte. Denn wenn der Akku leer ist und es keine Möglichkeit zum Laden gibt, könnten Millennials versucht sein, Feierabend zu machen und ins Hotel zu verschwinden.

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